Online-Reputation versichern?

Im Grunde lässt sich doch fast alles versichern: als Manager das eigene Handeln, als Familienvater das eigene Leben und als Diva das eigene Gesäß. Nun also auch die eigene Online-Reputation. Für Firmen sicherlich spannend – oder etwa doch nicht?

Wie wir in der März-Ausgabe von “Creditreform” berichten werden, besteht ein solcher Schutzschild gegen Rufmordattacken aus dem Web aus kombinierbaren Modulen. Basis ist der Rufschutz, der greift, wenn nach Vertragsabschluss Rufschädigungen auftreten – und garantiert eine gerichtliche und außergerichtliche Interessensvertretung sowie eine strategische Beratung zur Schadensbegrenzung. Zusätzliche Module fungieren gewissermaßen als Frühwarnsystem und sollen die Online-Reputation von Unternehmen und Personen nachhaltig schützen und auch positiv aufbauen. “So konnten wir ungerechtfertigte Angriffe eines ehemaligen Mitarbeiters im Web auffangen“, erzählt einer der ersten Anwender, Geschäftsführer Andreas Hohnke vom Speditionsunternehmen Cargo Truck direct, unserem Autoren Paul Henkel. Es scheint also, als könnten solche Policen also tatsächlich eine gewisse finanzielle Entschädigung bieten oder dem betroffenen Betrieb helfen, der Rufschädigung bei juristischen Tatbeständen mit mehr Ausdauer nachzugehen. Immerhin.

Viel wichtiger aber scheint mir, solche Krisensituationen erst gar nicht erst entstehen zu lassen. Gezieltes Online-Reputationsmanagement (ORM) heißt hier das Zauberwort, mit dem Unternehmer auch im Social Web möglichst wenig dem Zufall überlassen. Wenn beispielsweise Kritik über Sie hereinbricht, ignorieren Sie sie nicht! Setzen Sie sich mit ihr auseinander, antworten Sie konstruktiv, kommunizieren Sie offen, räumen Sie Fehler ein und beheben die Missstände nachvollziehbar – setzen Sie aber auch zugleich neue Themen, welche die negativen Vorfälle relativieren oder gar verdrängen können. Weiter Tipps, wie Sie die hierzu nötigen Richtlinien im Betrieb etablieren, finden Sie im März-Heft und wenig später auf www.creditreform-magazin.de. Wichtig auch: Gestalten Sie das Social Web menschlich, in dem Sie Menschen kommunizieren und interagieren lassen, Botschafter ernennen und sich Zeit nehmen. Bleiben Sie am Ball!

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Kommentare zu Online-Reputation versichern?

  1. Ich kann Ihnen nur recht geben.
    Ich halte es für äußerst wichtig, schon im vorhinein gerade bei größeren Unternehmen ein professionelles Online Reputation Management zu betreiben, damit gewissen Krisensituationen gar nicht erst entstehen. Denn ist der Ruf erst einmal ruiniert, ist es sehr sehr schwer, diesen wieder aufzubauen und da hilft auch keine Versicherung.

  2. Hallo,

    unsere Firma, reputeer, ist Spezialist im Bereich Online Reputation Management. Der Artikel beschreibt sehr gut, dass Prävention die beste Waffe zur Rufverteidigung ist. Im Grunde ist das aktive Betreiben des eigenen digitalen Rufes die beste Versicherung. Aber auch ein hier beschriebenes Versicherungspaket ist durchaus sinnvoll. Natürlich ist es schwer, den Wert des eigenen Rufes in harter Währung zu beziffern, allerdings kann der Schaden mit Hilfe der richtigen Partner begrenzt werden. Auf unserer Webseite finden Sie regelmäßig Tipps und Handlungsempfehlungen rund um das Social Web und Reputations-Management.

  3. ArtieM

    Hallo, danke für die Information. Was ich hier noch sagen kann ist, dass die meisten Führungskräfte sich auf die E-Ruf eines Unternehmens beziehen bevor sie Entscheidungen über Partnerschaft, Patenschaft usw. treffen. So, die E-Ruf beeinflußt direkt den Unternehmensumsatz und den Gesamterfolg.
    Und zum Beispiel auf http://strategator.com kann jeder die Online Reputation ihrer Unternehmen sehen.

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